Mit diversen krankheitsbedingten Ausfällen und einigen angeschlagenen Spielerinnen ist die SG Kappelwindeck/Steinbach am Sonntag nach Wolfschlugen angereist.
Mit vier Siegen aus vier Spielen auf Tabellenplatz 1 sind die Gastgeberinnen als klare Favoriten ins Spiel gegangen. Demgegenüber standen drei Niederlagen aus drei Spielen bei der SGKS. Für die Rebländerinnen gab es somit wenig zu verlieren und viel Freiheit für Experimente. Ein aus der Brille der Gäste fast ideales Spiel, um mit einem solchen Krankenstand anzureisen.
Schnell haben die Hexabanner-Mädels also harte Fakten geschaffen und die Tordifferenz stetig erhöht. In der 23. Minute mussten die Gäste erst die Disqualifizierung ihrer Top-Torjägerin Petra Botarel und im Anschluss daran dann auch den Anstieg der Gegentorfrequenz verkraften.
Ideale Voraussetzungen eigentlich für eine zweite Halbzeit im Sinne der Gastgeberinnen. Die allerdings sollte erstmal noch auf sich warten lassen: fünf Minuten lang fielen ausschließlich Gäste-Tore, ehe Wolfschlugen wieder auf den Spielstand eingewirkt hat.
In den Gesichtern der Gäste war währenddessen deutlich der Frust erkennbar. Allem Anschein nach lag der Fokus der Rebländerinnen voll auf ihren Fehlern und Nachlässigkeiten - was die Auftrittshäufigkeit derer wiederum deutlich verstärkt hat. Die durchaus vorhandenen guten eigenen Aktionen, so schien es, haben die Rebländerinnen gar nicht wahrgenommen. Viel zu sehr wirkten sie mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt.
Auch gegen eine optimal besetzte SGKS wären die starken Wolfschlugenerinnen als klare Favoriten angetreten. Dem 39:24 Kantersieg hätten die Gäste mit einem gesunden A-Kader und einer anderen Einstellung aber sicherlich einiges entgegenzusetzen gehabt.
Handball spielen können die Rebländerinnen grundsätzlich, sowohl individuell und auch als Team. Mit Blick auf die nächsten Spiele gilt es nun also, dieses Können wahrzunehmen, in den Fokus zu rücken und die eigenen Gedanken weg vom Ärger und hin in eine Lösungsorientierung zu bewegen.