Ungleichgewicht
Letzten Spieltag ist die HSG St. Leon/Reilingen frisch auf den letzten Tabellenplatz gefallen, nachdem der HCD Gröbenzell einen Sieg in Haunstetten eingestrichen hat.
Nachdem Gröbenzell bereits am Samstag schon gegen den Sportverein Allensbach gewonnen hat, war klar, dass die HSG dieses Wochenende nichts an ihrer Platzierung ändern wird.
Nichtsdestotrotz stand im aktuellen Spiel gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach Schadensbegrenzung auf dem Plan der Nordbadenerinnen.
Von Beginn an zeigen sich die unterschiedlichen Spielweisen der Teams. Die Gastgeberinnen, eher technisch unterwegs, erspielen sich Lücken und bringen schnelle Beine für ihre Gegenstöße aufs Feld.
Reilingen dagegen spielt mit eher körperlichem Schwerpunkt. In der Abwehr greifen die Roten beherzter zu als ihre Gegenspielerinnen, vorne ist “durchtanken” eine zwar nicht sonderlich raffinierte, dafür aber überzeugend effiziente Taktik gegen die Steinbacher Abwehr.
Bei den Offiziellen kommt die Körperbetonung nicht ganz so gut an, wie die ungleiche Verteilung der Strafen zeigt.
Gegen die SGKS werden eine Zeitstrafe und eine Verwarnung ausgesprochen, die HSG St. Leon/Reilingen dagegen hat am Spielende fünf Zeitstrafen, zwei Verwarnungen und eine rote Karte gesammelt.
Ab Mitte der ersten Halbzeit kann die SG Kappelwindeck/Steinbach recht konstant eine Führung von drei bis vier Toren halten.
Nach dem Seitenwechsel setzen die Gastgeberinnen diese Serie fort und ziehen zwischenzeitlich auf 24:17 weg. In der 38. Spielminute allerdings setzt das inzwischen fast gewohnte Tief der Steinbacherinnen ein und die Gäste können nachziehen.
Bis auf 26:25 kommen die Gäste wieder ran, ehe sich Steinbach für die letzten 10 Minuten nochmal fängt. Mit der wiedergefundenen Energie können die Gastgeberinnen nochmal Vorsprung aufbauen und schließlich den Sack zumachen.
Die HSG St. Leon/Reilingen beendet den Spieltag auf Tabellenplatz 12, mindestens drei Punkte müssen für den Klassenerhalt noch her.
Die SG Kappelwindeck/Steinbach steht mit 15 Punkten gleichauf mit Schozach und Ismaning, kann sich dank weniger Gegenpunkten allerdings vor beiden auf Tabellenposition 6 platzieren.