Gefühlschaos
Das Hinspiel gegen die TSG Friesenheim hatte die SG Kappelwindeck/Steinbach nach hohem Tempo gewonnen. Mit verletzungsbedingt ausgedünntem Kader ging es für die Badenerinnen am Samstag zur Revanche in die Pfalz.
Begonnen hat das Spiel ganz im Sinne der angereisten Rebländerinnen. Etwas behäbiger als im Hinspiel sind die Tore gefallen, doch nach 5 Minuten hat Desire Kolasinac für die Gäste schon zum 1:3 getroffen.
Dann allerdings wendet sich das Blatt, die Eulenfrauen kommen besser ins Spiel und gehen schließlich mit 7:4 in Führung. Vor allem Mona Kuczaty fällt auf Seite der Eulenfrauen auf, drei der sechs Anschlusstreffer gehen auf das Konto der Linksaußen.
Als Rebecca Brecht das zweite Mal für die Eulenfrauen trifft, reagiert die SG: Sara Hildebrand nimmt die Top-Torjägerin der Saison in die Manndeckung und damit einige Zeit lang aus dem Spiel heraus.
Das Manöver kann die Eulenfrauen nicht stoppen, bremst ihr Tempo aber zumindest etwas aus.
Beim Spielstand von 14:12 wechseln die Teams die Seiten. Die Gastgeberinnen verschwinden dabei mit deutlich positiveren Gesichtsausdrücken in Richtung Kabine als die angereiste SG.
Nach dem Seitenwechsel geht es weiter wie davor: Friesenheim legt vor, Steinbach kämpft sich hinterher.
Bei den Gästen folgt ein technischer Fehler auf den anderen. Immer wieder verrennen sich die Rebländerinnen in der Pfälzer Defensive, während sie freie Mitspielerinnen übersehen oder Pässe dorthin nie ankommen.
Die Eulenfrauen dagegen sind gut im Spiel und haben sichtlich Spaß dabei. Mit guter Laune läuft der Ball durch die eigenen Reihen und gut gelaunt wird von der Seitenlinie aus unterstützt.
Den Gästen ist der Frust ins Gesicht geschrieben, mit jeder Spielminute nimmt die Motivation sichtlich ab. Während die Eulenfrauen schon in Feierlaune sind, können die Rebländerinnen zwar noch zwei Treffer nachlegen, betreiben da aber auch nur noch Ergebniskosmetik.
Die TSG Friesenheim beendet das Spiel auf Tabellenplatz vier. Ein Sieg gegen Erlangen nächste Woche kann allein daran noch nichts ändern, hält den Pfälzerinnen aber rein rechnerisch immer noch die Option auf einen Saisonabschluss in den Top 3 offen.
Für die SG Kappelwindeck/Steinbach bringt das nächste Wochenende Gäste aus Schutterwald, die für Punkte im Kampf um den Klassenerhalt arbeiten werden.