Abschied
Zum letzten Spiel der Saison ist am Sonntag der TSV Wolfschlugen nach Steinbach angereist. Für die SG Kappelwindeck/Steinbach stand die Platzierung bereits fest, Wolfschlugen allerdings ist mit Ambitionen gekommen: mit einem Sieg ist Tabellenplatz 3 sicher, eine Tordifferenz von 6 oder mehr Treffern würde die Gäste auch noch an Friesenheim vorbei auf den zweiten Platz bringen können.
Die Gastgeberinnen haben von Beginn an Spaß und gute Laune aufs Feld gebracht. Die Saison über oft zu kurz gekommen, war an diesem Sonntag wieder ganz deutlich erkennbar, wie viel Freude die Rebländerinnen an ihrem Sport haben.
Den Spielbeginn hat trotzdem erstmal Wolfschlugen dominiert. Die Gäste konnten sich zwischenzeitlich auf 5:8 absetzen, während Franka Riedl und Desire Kolasinac die Steinbacherinnen in Reichweite gehalten haben.
Rund sechseinhalb Minuten vor der Pause kam dann der Ausgleich. Das Momentum konnten die Steinbacherinnen beibehalten und drei Tore durch ihre Youngsters Anaïs Schöffel und Lene Kuderer feiern, ehe es beim Zwischenstand von 15:13 in die Halbzeit ging.
Die zweite Hälfte ging weiter, wie die erste geendet ist. Steinbach mit Spaß vorweg, Wolfschlugen knapp dahinter. Allerdings konnten die Gastgeberinnen nun einen Vorteil ausspielen, der bisher häufig gegen sie stand: eine vollbesetzte Bank und damit häufige Wechsel, häufige Verschnaufpausen und ein entsprechend hohes Spieltempo zu ihren Gunsten.
Auch das Umschaltspiel hatten die Steinbacherinnen besser im Griff als ihre Gäste. Immer wieder hat die aufmerksame Ina Rahner nach starken Paraden schnell umgeschaltet und mit schnellen Pässen für Treffer ins leere Wolfschlugener Tor gesorgt - und unter anderem auch ihr viertes eigenes Saisontor erzielt.
Gewohnt kompakt stand auch die Steinbacher Defensive und konnte wichtige Ballgewinne erarbeiten. Mit einem souveränen 32:27 haben die Rebländerinnen die Saison damit beendet, Wolfschlugen auf Tabellenplatz vier verbannt und damit Friesenheim zur Vizemeisterschaft verholfen.
Nach dem Abpfiff flossen dann einige Tränen: Mit dem Saisonende kommt einige Veränderung ins Steinbacher Team. Monja Lorenz, Franka Riedl und Leonie Bürger hängen die Handballschuhe an den Nagel. Ina Rahner wechselt nach Freiburg und wird die kommende Saison mit den Red Sparrows in der zweiten Liga verbringen. Ebenfalls in Liga 2 geht es für Lisa Schipper. Deren 104 Tore in 17 Spielen waren dem ESV 1927 Regensburg Grund genug für eine Verpflichtung.