Ein fast perfekter Start

Das erste Spiel in der neuen Liga hatten sich die Damen des TSV Schott noch gegönnt, um sich einzuleben. Im Anschluss an diese Niederlage stand dann allerdings ein 2:0 Auswärtssieg beim Erstliga-Absteiger TSV Mannheim. Dadurch angespornt wollten es die Mainzer heute auch zum ersten Mal zu Hause wissen. Angereist aus Berlin als Gäste in diesem Spektakel: der TC Blau-Weiss.

Bereits in der neunten Minute konnten die Gastgeberinnen in Führung gehen und diese Führung auch ins zweite Viertel tragen. In jenem wurde es dann ein paar Minuten lang nochmal spannend, denn die in weiß spielenden Berlinerinnen konnten durch viel Tempo und geschicktes Passspiel den Ball in der gegnerischen Hälfte halten und stetig Druck aufs Tor ausüben. Mehrfach mussten spektakuläre Rettungsaktionen das Tor der Gastgeberinnen sauber halten. Eigentlich schon im Netz gesehene Bälle konnten durch beherzte Hechtsprünge gerade noch geblockt werden und mehrfach mussten Strafecken der Berliner vereitelt werden.

Von diesem Druck zeigte sich der TSV allerdings beinahe unbeeindruckt. Souverän konnten die Gastgeberinnen das eigene Tor verteidigen und den TC zwar nicht aus der eigenen Hälfte, wohl aber aus dem eigenen Netz fernhalten. Durch einen spontanen Konter haben die Rheinhessen schließlich das Spielfeld überbrückt, den Ball zwischen die offensiven Berliner und deren eigenes Tor gebracht und gegen die überraschten Gäste in Minute 26 bereits das 2:0 erzielt.

Den Spielstand galt es für die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit lediglich noch zu verwalten. Blau-Weiss hat zwar versucht, den Druck auf das Mainzer Tor hochzuhalten, im Endeffekt hat den Gästen aber der nötige Spielwitz gefehlt, um an der stets präsenten Defensive der Rheinhessen vorbeizuziehen. Über die Zeit lag dann auch immer mehr Ballbesitz bei Schott, die schließlich die drei Punkte souverän nach Hause holen konnten.

Fotografisch viel Freude hat mir heute der ausgiebig gewässerte Rasen gemacht. Vielfach haben Schuhe und Schläger das Wasser in die Luft befördert und dadurch den Motiven oftmals das gewisse Etwas gegeben. Auch, wenn das Hochspritzen so nicht vorgesehen ist und die Spielkleidung zum Abpfiff entsprechend aussieht – ich finde, für solche Fotos lohnt sich das Spektakel.

Im Anschluss an das Spiel standen die Mainzer durch den Sieg kurzzeitig an der Tabellenspitze, wurden mittlerweile aber durch die Siege von Mannheim und Lichterfelde auf Platz drei verdrängt. Morgen ist Lichterfelde zu Gast in Mainz und bietet den Rheinhessen die Chance, durch einen Sieg mit zwei Toren Vorsprung an den Gästen vorbei zurück an die Spitze zu ziehen.