Mit guter Laune und viel Tempo zum Sieg

Anreisen im Team sind selten Spaßfrei, diese hier zählt dabei aber durchaus zu den lustigeren. Nach einer knappen Stunde Anfahrt als Gästeteam noch vor der Heimmannschaft an deren eigener Halle zu stehen ist mir jedenfalls vorher noch nicht passiert.

Gut gelaunt und entsprechend motiviert sind beide Teams dann in die Partie gestartet. Von Beginn an wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten sich in den ersten 15 Minuten mit 2:8 Toren absetzen. Dem Gonsenheimer Tempospiel hatte Zotzenheim in der Abwehr wenig entgegenzusetzen und darüber hinaus stand die Defensive der Gäste gewohnt gut. Auch ein Wechsel der Torfrau auf Seiten der HSG konnte das Blatt nicht wenden und so ging es mit 5:13 Toren in die Halbzeitpause.

Nach weiteren 15 Minuten hat die HSG dann ihr zehntes Tor erzielen können – Gonsenheim stand da schon bei 19 Zählern. Während sie in der ersten Hälfte das Tempo der Gäste meist noch mitgehen konnten, hatten die Damen in Rot nun vermehrt mit der eigenen Kondition zu kämpfen. Gonsenheim hielt den Gegner in Bewegung und hat durch stets schnelle Angriffe aber oft späte Abschlüsse den eigenen athletischen Vorteil konsequent zum 14:25-Sieg ausgespielt. Die konditionelle Erschöpfung der Gastgeberinnen zeigte sich auch an anderer Stelle, von sechs geworfenen Siebenmetern konnten die Zotzenheimer keinen einzigen verwandeln. Durchaus keinen kleinen Anteil daran hatte allerdings auch die erneut starke Besetzung im Gästetor.

Aus fotografischer Sicht bin ich für Anwurfzeiten um den Mittag herum immer sehr dankbar, denn dann sind die Hallen in der Regel am besten beleuchtet. Die Sprendlinger Halle hat darüber hinaus einen grauen Boden, es muss angenehmerweise also kein Farbstich korrigiert werden. So lässt es sich dann bei einer 1/1000s Verschlusszeit trotzdem noch mit ISO 1500 arbeiten – vor ein paar Wochen noch wäre das nicht möglich gewesen. So hat der Frühling auch für den dank Sporthalle sonst wetterunabhängigen Handball seine guten Seiten!